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[ui!] TRAFFIC

Smarte Verkehrsoptimierung für Ihre Kommune

Kurzinformation

  • Mehrwerte für Bürger
  • Digitalisierung umsetzen
  • Smarte Verkehrsplanung
  • Verbessertes Umweltmanagement
  • Entscheidungshilfe bei Verkehrsplanung und
    -optimierung.

  • Nahtlose Integration vorhandener und neuer urbaner Systeme
  • KI-basierte Verkehrsanalysen

Von Daten zu Taten – Praxisorientierte Verkehrslösungen für Ihre Kommune: [ui!] TRAFFIC

Verkehr beschäftigt uns alle – ob beruflich, privat oder auf beiden Wegen. In jeder Smart-City-Strategie steht intelligente Mobilität im Vordergrund, und jeder Stadtbewohner nimmt in seinem Alltag die Angebote und Auswirkungen des Verkehrs wahr. Damit ist Verkehr auch ein entscheidender Hebel, wie politische Wirksamkeit und effektives Verwaltungshandeln für Stadtbewohner erfahrbar gemacht werden können.

Gleichzeitig bieten digitale Technologien bisher ungeahnte Möglichkeiten, Verkehr bedarfsgerechter und effizienter zu organisieren. Durch die Analyse von Fahrzeugpositionsdaten können Flaschenhälse im Straßennetz ermittelt und zielgerichtet beseitigt werden, während Parkleitsysteme mit Sensoren freie Parkplätze in Echtzeit anzeigen. Dies reduziert den Parksuchverkehr, was wiederum die Emissionen verringert und die Lebensqualität von Bürgerinnen und Bürgern steigert.

Mit [ui!] TRAFFIC bieten wir Ihnen ein umfassendes Lösungsportfolio, diese und weitere  Potenziale für Ihr kommunales Verkehrsmanagement und -planung zu heben.

[ui!] TRAFFIC fokussiert damit auf Fragestellungen des fließenden Verkehrs und stellt hierfür Analyse- und Visualisierungen zur Verfügung.

Dies umfasst schwerpunktmäßig folgende übergeordnete Ziele:

  • Bereitstellung von aktuellen Verkehrsinformationen für Bürger

  • Bereitstellung von Analysewerkzeugen für Fachanwender

  • Nahtlose Integration städtischer Systeme in übergeordnete Plattformen

[ui!] TRAFFIC setzt sich aus den vier Funktionsbausteinen Verkehrsaufkommen, Verlustzeiten, Verkehrsspinne und Quelle-Ziel-Matrix zusammen und deckt typische Fragestellungen der Verkehrsplanung ab.

Das Beste daran: Sie erhalten diese grundlegenden Erkenntnisse und Entscheidungshilfen, ohne dass Sie umfassende Messungen oder aufwendige verkehrsplanerische Untersuchungen durchführen müssen.

Für [ui!] TRAFFIC nutzen wir von Fahrzeugen gesendete Positionsdaten, sogenannte Floating Car Data (FCD).
Diese Daten beschreiben die Bewegung von Fahrzeugen im Straßennetz. Es ist ein Datentyp mit einem im Verkehrsbereich gängigen Standard. Die Daten stehen [ui!] gesamtheitlich für Deutschland zur Verfügung und werden zur Erstellung der gewünschten Analysen verwendet.

[ui!] TRAFFIC im Überblick

Die Lösung [ui!] TRAFFIC setzt sich zusammen aus den vier Funktionsbausteinen:

  • Verkehrsaufkommen
  • Verlustzeit
  • Verkehrsspinne
  • Quelle-Ziel-Matrix


Diese Bausteine behandeln jeweils eine eigene Fragestellung im Kontext des fließenden KFZ-Verkehrs.

Standards und Zusammenarbeit

Durch die Digitalisierung der öffentlichen Hand entstehen im Rahmen digitaler Anwendungen und kommunaler Infrastrukturen mittels digitaler Mess- und Steuerungsgeräte kommunale Daten. Diese liegen oftmals in Silos kommunaler Infrastrukturen und werden fachspezifisch und isoliert genutzt.

Durch den Einsatz einer Offenen Urbanen Datenplattform nach DIN SPEC 91357 können diese sicher an einem zentralen Ort zusammengeführt werden.

Das Portfolio an Funktionsbausteinen der [ui!] TRAFFIC setzt auf der Offenen Urbanen Datenplattform [ui!] UrbanPulse auf.

Daten können aus unterschiedlichen Datenquellen kombiniert und zielgerichtet visualisiert werden, um die Werkzeuge für ein umfassendes Lagebild der zentralen Anliegen einer Kommune bei dem Thema Umwelt zu schaffen.

Als zentraler Bestandteil der kommunalen Stadtentwicklung dockt [ui!] ENVIRONMENT mit seinen Umweltdaten hervorragend an die Lösungen [ui!] TRAFFIC und [ui!] PARKING an.

Diese Lösungen verschaffen Ihnen in Kombination miteinander ein umfassendes Lagebild der zentralen Anliegen Ihrer Kommune bei dem Thema Umwelt und sind passende Bausteine für die Umsetzung ihrer Umweltstrategie auf Basis von soliden Datengrundlagen.

Visualisierung und Entscheidungshilfe

At [ui!], we believe that municipal digitalisation must be considered and communicated holistically. That's why our solutions ensure that the evaluation results can be visualised both internally and externally.

  • The [ui!] COCKPIT is the option for visualising processed data for citizens. With the help of a public smart city cockpit, you can provide the public with aggregated information about the local environment.

    COCKPIT Frankfurt

  • The [ui!] DATALAB is the tool for advanced environmental data analyses that provides specialist users with a municipal situation picture (e.g. climate managers, digitalisation department, and many others). It integrates seamlessly into [ui!] UrbanPulse and thus promotes cross-departmental collaboration.

    COCKPIT Frankfurt

Anbindung und Konnektoren

Sollten externe Daten aus Bestandssystemen oder eigener Sensorik eingebunden werden, müssen diese über einen sogenannten Konnektor an die Offene Urbane Datenplattform angeschlossen werden.

Konnektorenliste

Alle von uns geprüften und vorkonfigurierten Use Cases können aus dem Standardset unserer Anwendungsfälle themenspezifisch ausgewählt werden.

Voraussetzung ist, dass Ihre Datenquellen mit Bestandskonnektoren aus unserer [ui!] Konnektoren-Bibliothek anschließbar sind.

Die Visualisierung, welche auf dem Standardkachelkatalog ohne Änderungen aufbaut, wird mittels Konfigurator von Ihnen vorkonfiguriert und anschließend von uns für Sie erstellt.

Sollte zu ihrem gewünschen System kein Konnektor vorhanden sein, können wir einen Konnektor für Sie entwickeln. Bitte besprechen Sie diese Option direkt mit uns.

Sofort loslegen – Mit den Daten von [ui!]

Alle Funktionsbausteine von [ui!] TRAFFIC basieren auf der Analyse von Daten, die uns bereits zur Verfügung stehen, so dass Sie keine weiteren Datenquellen für die Nutzung unserer Lösungen erschließen müssen.

Konkret nutzen wir für [ui!] TRAFFIC von Fahrzeugen gesendete Positionsdaten, sogenannte Floating Car Data (FCD). Diese Daten beschreiben die Bewegung von Fahrzeugen im Straßennetz.

Seit Mitte 2018 bezieht [ui!] Floating Car Data (FCD) über einen entsprechenden Datenanbieter als Datenstrom mit einer Latenz von ca. 60-90 Sekunden mit einer Abtastrate von 3-15 Sekunden von bis zu 500.000 Verkehrsteilnehmern täglich.

Über die Zeit ist hier ein Korpus von über 25 Terabyte (Stand Dez 2023) entstanden, der für analytische Fragestellungen mit Verkehrsbezug zur Verfügung steht.

Funktionalität

  • Verkehrsaufkommen – zeitliche und räumliche Verteilung des Verkehrs im Straßennetz des Einzugsgebiets

  • Verlustzeiten – Zeit, die ein Fahrzeug durch Stau oder hohes Verkehrsaufkommen länger benötigt als bei ungehinderter Fahrt

  • Verkehrsspinne – Grafische Darstellung aller Verkehrsströme, die einen bestimmten Straßenquerschnitt passieren, angebracht bspw. in Situationen, in denen auf einem wichtigen Streckenabschnitt Einschränkungen geplant sind (z.B. Brückensperrung)

  • Quelle-Ziel-Matrix – Beschreibung in Form einer Matrix über (Verkehrs-) Nachfrage zwischen den Zellen oder Zonen eines Gebietes; wichtige Grundlage für Verkehrsmodelle, die daraus den in einem Straßennetz entstehenden Verkehr schätzen (Umlegung)

An wen richtet sich [ui!] TRAFFIC

Datenvisualisierung

Verkehrsaufkommen

Mit dem Funktionsbaustein Verkehrsaufkommen erhalten Sie einen ersten Überblick der Verkehrssituation in Ihrem Straßennetz über die Woche und den Verlauf des Tages. Konkret werden für das Einzugsgebiet Informationen zur zeitlichen und räumlichen Verteilung des Verkehrsaufkommens visualisiert.

Das Ergebnis ist ein visuelles Gesamtbild über die Verkehrssituation für alle Abschnitte des Straßennetzes. Sie sehen dort die Veränderung des Verkehrsaufkommens über den Werktag hinweg oder am Wochenende und erkennen Muster, die sonst nur anekdotisch aus Beobachtungen zur Verfügung stehen.

Dieser Funktionsbaustein ermöglicht es Ihnen...

  • ein allgemeines Lagebild zum Kfz-Verkehr in Ihrem Einzugsgebiet zu erhalten.

  • Ihren Bürgerinnen und Bürgern eine Entscheidungsgrundlage für die Wahl angemessener Reisezeiten zu bieten.

  • eine Datengrundlage für konkrete Maßnahmen zur effizienten Gestaltung des Straßennetzes zu erstellen.

Der Funktionsbaustein Verkehrsaufkommen liefert die Grundlage für ein Gesamtverständnis des KFZ-Verkehrs und bietet sich deshalb bei allen Fragestellungen als erste Auswertung an. Das Verkehrsaufkommen kann in den beiden Visualisierungsoptionen [ui!] COCKPIT und [ui!] DATALAB dargestellt werden.


Mehrwerte im kommunalen Einsatz

Mehrwerte im kommunalen Einsatz

Die datenbasierte Auswertung des Verkehrsaufkommens ermöglicht sowohl für die Verwaltung als auch für die Bürgerinnen und Bürger Ihrer Kommune deutliche Mehrwerte.

  • Die Bereitstellung von Informationen zum typischen Verkehrsaufkommen über den Tagesverlauf im [ui!] COCKPIT kann Bürgerinnen und Bürgern bei der Wahl günstiger Reisezeiten helfen.

  • Auswertungen des Verkehrsaufkommens über das [ui!] DATALAB können in vielen Fällen direkt als Entscheidungshilfe für Maßnahmen des Verkehrsmanagements verwendet werden und so zu einer Reduzierung von Staus, Umweltbelastungen und Unfällen beitragen.

  • Die Analysen unterstützen aber auch die Vorbereitung verkehrsplanerischer Untersuchungen durch eine Fokussierung des Untersuchungsgebiets und der fachlichen Fragestellungen und reduzieren bereits dadurch Planungskosten.

In Kombination mit den übrigen Funktionsbausteinen bietet das Verkehrsaufkommen zahlreiche weitere Einblicke und Planungsgrundlagen für den Verkehr Ihrer Kommune. Abhängig von den konkreten verkehrlichen Herausforderungen schließen sich (im Falle von einzelnen Auswertungen) Analysen der Verlustzeiten, die Anwendung von Spinnenberechnungen oder Quelle-Ziel-Berechnungen an.

Konkret wird in Verbindung mit dem nachfolgend dargestellten Funktionsbaustein Verlustzeiten erkennbar, wo regelmäßig Überlastungen auftreten. Problembereiche und -zeiten im Straßennetz sind auf diese Weise objektiv anhand der Analysen sichtbar und ermöglichen ein fokussiertes weiteres Vorgehen – entweder bei der Durchführung verkehrsplanerischer Untersuchungen oder direkt bei der Ableitung konkreter Maßnahmen im Bereich der Netzgestaltung oder des Verkehrsmanagements.

Im Falle einer Aufnahme als Kachel im [ui!] COCKPIT bietet sich entsprechend die Kombination mit dem Funktionsbaustein Verlustzeiten oder Quelle-Ziel-Matrix an.

Datenvisualisierung

Verlustzeiten

Verlustzeiten entstehen dort, wo die Verkehrsnachfrage die Kapazität der Infrastruktur (und somit das „Angebot“) übersteigt.

Dies kann temporär erfolgen und je nach Tageszeit an unterschiedlichen Stellen im Netz auftreten. Mit dem Funktionsbaustein Verlustzeiten erhalten Sie einen Überblick darüber, wo und wann dies in Ihrem Straßennetz geschieht. Konkret erfolgt dabei eine Auswertung von Geschwindigkeiten für jeden einzelnen Streckenabschnitt, um zu ermitteln, wo diese Verkehrsspitzen passieren, in welchem Umfang und zu welchen typischen Zeiten.

Dieser Funktionsbaustein ermöglicht:

  • Kostengünstige Ersteinschätzungen von überbelasteten Abschnitten Ihres Straßennetzes zu erstellen. So können Sie kostspielige Gutachten gezielter beauftragen. Gleichzeitig liefern die Analysen objektive Indikatoren für eine zielorientierte Ausrichtung verkehrsplanerischer Untersuchungen und erlauben die Definition günstigerer und hochwertigerer Studien.

  • die Erkennung von Ausweichverkehr in Ihre Stadt, die Überwachung von Durchgangsverkehr in Wohngebieten, die Bewertung der Auswirkungen von Großveranstaltungen auf den Gesamtverkehr und weitere verkehrliche Fragestellungen.

Mehrwerte im kommunalen Einsatz

Mehrwerte im kommunalen Einsatz

Die Analysen des Funktionsbausteins Verlustzeiten erlauben erste Antworten auf verschiedenste typische verkehrsbezogene Fragestellungen in Kommunen:

  • Wo ist der Fluss durch Stau oder Baustellen beeinträchtigt? Zu welchen Zeiten?
  • Weicht Verkehr von der Autobahn in die Stadt aus?
  • Gibt es Durchgangsverkehr im Wohngebiet?
  • Wie wirkt sich der Verkehr von Großveranstaltungen auf den Gesamtverkehr aus?
  • Wo ist die zielgerichtete Installation von Zählstellen für die Verkehrssteuerung sinnvoll (und spart Kosten)?

Diese Fragen können bisher oft nur durch aufwendige Messungen und Verkehrsstudien beantwortet werden, die – um nichts zu übersehen – oft umfassender definiert sind als notwendig. Viele Fragen erfordern allerdings gar keine präzisen Antworten. Erfahrungsgemäß genügen oft einfache, nahezu qualitative, aber gut visualisierte Analyseergebnisse, um bereits die richtigen Entscheidungen über Maßnahmen treffen zu können.

Der Beitrag der Funktionsbausteine und insbesondere der Verlustzeiten-Analysen mit seinen Visualisierungen liegt also in seiner Fähigkeit, innerhalb kurzer Zeit ohne aufwendige Messungen wichtige Fakten zu ermitteln und dadurch in vielen Fällen Zeit und erhebliche Kosten zu sparen.

  • Typische Anwendungsbeispiele sind die Analyse der Verkehrsqualität an Lichtsignalanlagen, auf wichtigen Ein- oder Ausfallstraßen, die Auswirkung hoher Verkehrsstärken in Wohngebieten oder auch Beeinträchtigungen des öffentlichen Nahverkehrs auf Linienabschnitten, in denen die Fahrzeuge sich die Fahrwege mit dem motorisierten Individualverkehr teilen.

  • Die Analyse der Verlustzeiten bietet erste objektive Hinweise, wo die stärksten Beeinträchtigungen vorliegen, zu welchen Zeiten dies typischerweise geschieht, und – in besonders ausgeprägten Fällen – wie sich eine regelmäßige Störung stromaufwärts im Netz propagiert.

  • Hier können erste visuelle Präsentationen der Analysen oft bereits Orientierung darüber geben, wo der Schwerpunkt von Maßnahmen gelegt werden soll – ohne aufwendige, Monate dauernde Studien, aber auch, ohne auf subjektive anekdotische Beobachtungen angewiesen zu sein.

Unser Tipp für mehr Erkenntnisse – Verkehrsanalyse im Doppelpack:

Die interaktiven Visualisierungen der Funktionsbausteine Verkehrsaufkommen und Verlustzeiten stellen eine leistungsfähige Kombination zur ersten gesamthaften Beurteilung der Verkehrssituation in einem Straßennetz dar. Sie dienen in vielen Fällen bereits als Entscheidungsgrundlage über neue Maßnahmen des Verkehrsmanagements.

Da der Funktionsbaustein Verlustzeiten sich immer dann anbietet, wenn Stau, Überlastung oder häufige Störungen als Herausforderung im aktuellen Straßennetz vorliegen, wird er hervorragend durch die Informationen aus der ganzheitlichen Analyse des Verkehrsaufkommens vervollständigt.

Verkehrsspinne

Mit dem Funktionsbaustein Verkehrsspinne kann ein hoch belasteter Abschnitt des Straßennetzes ausgewertet werden, um gezielte Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Oft ist der hoch belastete Abschnitt eine Brücke oder ein Straßenabschnitt, für den Baumaßnahmen anstehen.

Konkret bietet die Verkehrsspinne eine Analyse und intuitive Visualisierung jener Verkehrsströme, die über einen vorab festgelegten Streckenabschnitt, den sogenannten Referenzquerschnitt, fließen.

Dieser Funktionsbaustein ermöglich:

  • eine deutliche Darstellung, aus welchen Richtungen die Fahrzeuge auf einen bestimmten Abschnitt zuströmen und auf welchen Wegen sie ihre Fahrt fortsetzen.

  • eine nach Werktag / Wochenende und Tageszeiten differenzierte Betrachtung, um eine umfassende Analyse des Verkehrsverhaltens zu erzielen

Als „Spinne“ wird diese Analyse bezeichnet, weil sich alle Ströme in der Mitte, eben auf dem Referenzquerschnitt, bündeln und die Visualisierung auf dem Netz Ähnlichkeit mit einer Spinne mit ihrem Körper und den Beinen aufweist.


Mehrwerte im kommunalen Einsatz

Mehrwerte im kommunalen Einsatz

Die Analysen des Funktionsbausteins Verkehrsspinne eignen sich insbesondere für Situationen, in denen Maßnahmen auf einem für den Verkehr wichtigen Streckenabschnitt geplant sind, die dessen Leistungsfähigkeit reduzieren. Sie erlauben damit erste Antworten auf verschiedenste typische Fragestellungen im kommunalen Verkehr.

  • Welche Verkehrsströme sind von der Sperrung einer Brücke, die oft weite Umwege mit sich bringt, oder von Stau auf einer (Referenz-) Strecke betroffen?

  • Wo stelle ich am besten dynamische oder statische Schilder auf, um diese Verkehrsteilnehmer zu informieren oder umzuleiten?

  • Woher kommt und wohin fließt der Durchgangsverkehr auf einer Innenstadtstrecke, bspw. im Falle einer Spurwegnahme?

Diese Fragen können mit einer FCD-Analyse wesentlich effizienter beantwortet werden als mit aufwendigen Befragungen oder mit teuren Kennzeichen-basierten Verkehrserfassungen. Unsere Datenbasis bietet außerdem die Möglichkeit, große Zeiträume auszuwerten oder die Verhältnisse zwischen verschiedenen Zeiträumen vergleichbar zu machen.

Die Analyse erlaubt die Bestimmung der wichtigsten Verkehrsbeziehungen, die von einer solchen geplanten Maßnahme betroffen sind. Dies schließt Aussagen über die Verhältnisse der Verkehrsmengen auf dem Referenzabschnitt, aber auch in den Zu- und Abflüssen mit ein. Bereits damit ist es möglich, die wichtigsten Standorte über Informationsschilder oder für Umleitungsempfehlungen zu identifizieren.

Datenvisualisierung

Quelle-Ziel-Matrix

Mit dem Funktionsbaustein Quelle-Ziel-Matrix wird das Straßennetz in Zellen aufgeteilt und ausgewertet, wie viel Verkehr in einzelnen Zellen und zwischen den Zellen fließt.

Konkret wird dazu die Verkehrsnachfrage ermittelt. Der Begriff der Verkehrsnachfrage beschreibt für die Verkehrsplaner den Bedarf für Mobilität, und die „Realisierung“ der Nachfrage führt dann zum tatsächlichen Verkehrsaufkommen, mit allen negativen Folgen. Bisher können Verkehrsplaner solche Nachfragedaten und -modelle nur durch aufwendige soziodemographische Methoden ermitteln, deren Erarbeitung oft Monate dauert und erhebliche Kosten verursacht.

Dieser Funktionsbaustein ermöglicht…

  • die Gewinnung vieler grundlegender Erkenntnisse über die Verkehrsnachfrage bereits in kürzester Zeit und – im Vergleich zu den Modellen der Verkehrsplanung – mit überschaubaren Kosten.

  • den Anteil der Nachfrage, der zu motorisiertem Verkehrsaufkommen führt, über Floating Car Daten (FCD) datenbasiert zu schätzen. Wie in den Modellen der Verkehrsplanung werden hier räumliche Zonen oder Gebiete definiert; die Analyse liefert dann auf Basis der verfügbaren Fahrten Anhaltspunkte darüber, wie viel Verkehr zwischen den Zellen oder in den Zellen fließt.

Daraus entsteht auch der Name „Quelle-Ziel-Matrix“ für diesen Funktionsbaustein: Die Zonen sind „Quellen“ und „Ziele“, und das Verkehrsaufkommen zwischen Ihnen lässt sich als Matrix darstellen.


Mehrwerte im kommunalen Einsatz

Mehrwerte im kommunalen Einsatz

Mit dem Funktionsbaustein Quelle-Ziel-Matrix verschaffen Sie sich einen grundlegenden Überblick über die Verkehrsnachfrage, die die bestimmende Größe für das Verkehrsaufkommen in einer Kommune ist. Wer weiß, woher welcher Teil der Fahrzeuge in einer Kommune kommt, wohin diese die Kommune wieder verlassen, oder auch, welcher Anteil der Fahrzeuge sich nur innerhalb der Kommune bewegt, kann Herausforderungen der Verkehrssteuerung wesentlich sachgerechter und zielgerichteter angehen.

Dadurch können Sie innerhalb kürzester Zeit mühelos grundlegende Beiträge zur Einschätzung verkehrlicher Situationen erstellen, beispielsweise durch die Beantwortung dieser und vergleichbarer Fragen:

  • Woher kommen die Touristen, die an den Wochenenden auf den Parkplätzen in unseren Erholungsgebieten parken?
  • Für welche Gruppen von Anreisenden können auf geeigneten Streckenabschnitten Maßnahmen zur digitalen Besucherlenkung eingerichtet werden?
  • Welcher Anteil des Verkehrs in der Innenstadt hat nur kurze Wege und könnte unter Umständen auf andere Verkehrsmittel umsteigen?
  • Wie groß ist der Pendleranteil des Verkehrs im Stadtzentrum? Woher kommen die wichtigsten Pendlerströme?

Eine gemeinsame, datenbasierte Informationsgrundlage bezüglich des Bedarfs an Mobilität zu schaffen, sollte deshalb immer zu den ersten Schritten gehören, wenn von Fachabteilungen oder Politik nach Lösungen im Bereich des Straßenverkehrs gesucht wird, weil damit alle folgenden Entscheidungsprozesse wesentlich einfacher und Konsens-basierter erfolgen können.

Ein konkreter Mehrwert gegenüber den klassischen Quelle-Ziel-Matrizen der Verkehrsplanung ist die Fähigkeit des Funktionsbausteins, die Nachfragen für die typischen Zeitbereiche eines Tages zu bestimmen, also zum Beispiel die Morgenspitze oder die Abendspitze. Da Nachfragemodelle üblicherweise für 24 Stunden in Summe gerechnet werden, steht diese Information dort prinzipbedingt nicht zur Verfügung. 

Aber selbst wenn sich an erste Analysen über den Funktionsbaustein Quelle-Ziel-Analyse noch eine Verkehrsplanungsstudie auf Basis eines komplexen Nachfragemodells anschließen sollte, kann diese wesentlich qualifizierter beauftragt werden und so günstiger und schneller zu den gewünschten Ergebnissen führen. Der Funktionsbaustein hat deshalb das Potenzial, die Ergebnisse von Planungs- und Entscheidungsprozessen im Bereich des Straßenverkehrs qualitativ zu verbessern – zu unschlagbar niedrigen Kosten und in kürzester Zeit.

Bericht aus der Praxis:

Wir haben mit diesen Auswertungen inzwischen eine Vielzahl von Tourismusregionen beraten und unterstützen aktuell Kommunen bei der Analyse des KFZ-Verkehrs in Einkaufsstraßen oder Wohngebieten.

Die Quelle-Ziel-Analysen lassen sich dabei oft ideal mit Analysen aus dem Smart Parking ergänzen, namentlich über die Funktionsbausteine Parkverteilung und Parksuchverkehr (siehe Solutionblatt Smart Parking).

Sie möchten mehr über unsere Lösungen erfahren?

Gerne stehen wir Ihnen auch in unseren Niederlassungen in Berlin, Darmstadt, München, Walldorf oder Chemnitz für eine Demonstration zur Verfügung oder kommen auf Wunsch bei Ihnen vorbei.

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